So bauen Sie ein Farbsortiment auf, das sich wirklich verkauft
Fragen Sie einen erfahrenen Einkäufer, wo sich Margen gewinnen und verlieren lassen, und die Farbe wird noch vor dem Preis genannt. Kaufen Sie die richtigen Farbtöne im richtigen Verhältnis, dreht die Ware schnell. Kaufen Sie die falschen, stecken Sie ab Woche sechs in Preisreduzierungen.
Beginnen Sie mit den Kernfarben. Schwarz, Weiß und Marineblau sind nicht aufregend, aber sie bilden das Rückgrat nahezu jeder Warengruppe — und sie verkaufen sich in jedem Markt und jeder Saison durch. Als Faustregel gilt: Auf die Kernfarben sollte der Großteil Ihrer Stückzahlen entfallen.
Fügen Sie dann die saisonalen Akzente hinzu. Ein wohlüberlegtes Grün, ein warmer Steinton, ein tiefes Bordeaux im Herbst — das sind die Farbtöne, die eine Kleiderstange aktuell wirken lassen und dem Kunden einen Grund geben, zu Ihrem Produkt statt zu einem identischen zu greifen. Doch Akzente sind die Garnitur, nicht das Hauptgericht: Kaufen Sie zu viele davon ein, bleiben Sie auf Restgrößen in ausgefallenen Farben sitzen.
Behalten Sie das Zusammenspiel von Größe und Farbe im Auge. Die sichersten Akzentfarben gehören auf die sichersten Größen — die Mitte der Kurve —, während die Randgrößen am besten den Kernfarben vorbehalten bleiben, die immer laufen.
Lassen Sie schließlich die Daten die nächste Order bestimmen. Die Farbe, die zuerst ausverkauft ist, sagt Ihnen etwas; die, die noch an der Stange hängt, sagt Ihnen mehr. Auf VESTRA erlauben farblich gemischte Packungen, die Bandbreite zu testen, ohne sich zu übernehmen — so ist Ihre zweite Order klüger als Ihre erste.