In Euro kalkuliert, in Ihrer Währung angezeigt
Ein Einkäufer in Toronto öffnet einen Großhandelskatalog und sieht einen Preis in Euro. Ein Einkäufer in Osaka sieht dieselbe Zahl. Keiner von beiden denkt in Euro, und beide rechnen jetzt, bevor sie überhaupt etwas entscheiden können.
Diese Reibung kostet mehr, als sie aussieht. Ein Preis, den Sie erst umrechnen müssen, ist ein Preis, den Sie schlecht vergleichen. Sie runden, Sie nehmen im Kopf den Kurs der vergangenen Woche — und am Ende lassen Sie eine gute Marge liegen oder binden sich an eine zu dünne. Rechnen Sie das über ein Sortiment mit vierzig Positionen hoch, und der Katalog hört auf, ein Einkaufswerkzeug zu sein.

Also wird der Regalpreis umgerechnet. Aus den Vereinigten Staaten geöffnet, liest sich der Katalog in US-Dollar; aus Kanada in kanadischen Dollar; aus Australien in australischen Dollar. Innerhalb der EU bleibt er in Euro, weil das die Währung ist, in der diese Einkäufer ohnehin arbeiten. Sie können die Auswahl jederzeit oben in der Navigation ändern — sie wird gespeichert, und sie ist Ihre Entscheidung, keine Vermutung über Sie.
Den Kurs erfinden wir nicht. Er stammt vom täglichen Referenzkurs der Europäischen Zentralbank, und das Datum seiner Veröffentlichung steht auf der Seite. Erreichen wir diesen Kurs nicht, schätzen wir keinen: Der Katalog fällt auf Euro zurück und sagt das auch. Ein Preis zu einem erfundenen Kurs wäre schlechter als ein Preis, den Sie selbst umrechnen — denn Sie hätten keine Möglichkeit zu erkennen, dass er falsch ist.
Die Rechnung ist der Teil, der sich nicht bewegt. Bestellungen werden in Euro geschlossen und fakturiert, und jede umgerechnete Seite sagt das ausdrücklich.

Das ist eine bewusste Grenze. Eine Anzeige umzurechnen ist eine Bequemlichkeit. Die Währung eines Vertrags zu ändern ist ein ganz anderes Geschäft: Sie entscheidet, wer zwischen Angebot und Zahlung das Wechselkursrisiko trägt, welcher Kurs gilt und welche Zahl bei einer Rücksendung zurückkommt. Ein Dokument, das in einer Währung auszeichnet und in einer anderen abrechnet, widerspricht sich selbst — und dieser Widerspruch wird immer zulasten des Käufers aufgelöst.
Deshalb liegt die Grenze dort, wo sie ehrlich ist. Der Katalog spricht Ihre Währung, damit Sie schnell entscheiden können. Der Vertrag spricht eine Währung, damit es später nichts zu streiten gibt. Umgerechnet wird das Lesen, nie die Verpflichtung.
Für die Planung gilt: Behandeln Sie die umgerechnete Zahl als tagesgenau und kalkulieren Sie etwas Spielraum für Bewegungen zwischen Bestellung und Zahlung ein. Das ist gewöhnlicher grenzüberschreitender Handel — und er lässt sich deutlich leichter steuern, wenn die Zahl vor Ihnen eine ist, die Sie auf einen Blick lesen können.